Rio+20 - Landeskonferenz Eine Welt und Umwelt

Green Economy oder Nachhaltige Entwicklung?

Am 16. und 17. März 2012 fand in der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte die Konferenz „Rio+20 – Wie nachhaltig ist die Green Economy?“ statt.

 

„Green Economy“ wird im Juni 2012 das Leitthema der Folgekonferenz des UN-Gipfels für Umwelt und Entwicklung von 1992 sein. Green Economy soll ein nachhaltiges Wachstum und damit Wohlstand für alle und Umweltschutz ermöglichen.

 

Kritiker werfen dem Konzept der green economy vor, dass es dem Wachstumsdogma folgt, also auf Ressourcenverbrauch setzt, sowie Verlierer und Gewinner hervorbringt, also Ungerechtigkeiten verstärken wird. Auf der Tagung sind wir der Frage nachgegangen, ob Green Economy die Strategie für eine ökologische und sozialverträgliche Wirtschaftsentwicklung angesichts der weltweiten Krisen ist und unter welchen Rahmenbedingungen Green Economy zu Armutsbekämpfung und mehr Gerechtigkeit beitragen kann.

  • Die Dokumentation der Vorträge und Protokolle der Workshops finden Sie hier.
  • Die Veranstalter haben die Ergebnisse der Konferenz in einem Brief zusammengefasst und Forderungen an die wichtigsten Parteien in NRW entwickelt. Die Forderungen finden Sie hier.
  • Einen Projektbrief über die Green Economy bringen wir Mitte Mai heraus und stellen ihn hier zum Download zur Verfügung.

 

Kooperationspartner der Konferenz waren das Eine Welt Netz NRW, das Institut für Kirche und Gesellschaft, das Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung (MÖWe), der NABU NRW, der BUND NRW, die LAG Agenda 21 NRW, OpenGlobe und das CSCP - (UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production. Die Konferenz wwurde von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert und außerdem vom Evang. Entwicklungsdienst (eed) und Brot für die Welt unterstützt.

 

Hier finden Sie den Einladungsflyer zum Download.

 

 

 

Dirk Messner soll Weltbank beraten

Die Weltbank hat den Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, Prof. Dr. Dirk Messner, in die neue „Knowledge Advisory Commission“ berufen. Die von Weltbank-Präsident Robert Zoellick einberufene Kommission soll die Weltbank darin unterstützen, neben ihrer Rolle als wichtigste internationale Institution der Entwicklungsfinanzierung, das Profil als global führende „Knowledge Bank“ auszubauen. Dirk Messner gibt als Redner bei unseren  Landeskonferenzen regelmäßig wichtige Impulse für das Eine Welt-Engagement in Nordrhein-Westfalen.

 

Aus Sicht der Weltbank werden die Investitionen in die Schaffung von problemlösungsorientiertem Wissen, die Zusammenführung und Bündelung des besten Wissens, das weltweit verfügbar ist, sowie dessen Transfer in Partnerländer zu strategischen Instrumenten der internationalen Kooperation.

 

„Die Berufung unterstreicht die wichtige Rolle, die das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in der Schaffung und Vermittlung von Wissen erfüllt“, zeigt sich DIE-Direktor Messner erfreut. „Seit langem arbeiten wir zusammen mit unseren internationalen Partnern und im Rahmen unserer internationalen Netzwerke intensiv an der Bewältigung der heutigen globalen Herausforderungen. Ich freue mich darauf, diese Erfahrungen in die Knowledge Advisory Commission einzubringen.“

 

Die Weltbank investiert jährlich gut 600 Millionen USD in den Aufbau neuen Wissens zur Lösung globaler Entwicklungsprobleme. Die Knowledge Advisory Commission soll die Weltbank darin unterstützen, diese Zukunftsinvestitionen möglichst wirksam zu tätigen. Die konstituierte Sitzung der Kommission wird im Juni 2012 unter Leitung von Weltbank-Präsident Zoellick stattfinden.

 

Der erste Knowledge Report der Weltbank mit dem Titel „Knowledge for Development“ wurde im November 2011 von Weltbank-Direktor Mahmoud Mohieldin am DIE in Bonn vorgestellt. Schon heute bringt sich das DIE intensiv in die Weltbank-Plattformen “Green Growth Knowledge Platform” und “The Hive – Knowledge Platform on Fragility, Conflict, and Violence” mit ein.

 

www.die-gdi.de

Rio 2012: Green and Fair Economy?

Ist Deutschland auf dem Weg in eine "Green and Fair Economy"? Germanwatch hat zu dieser Frage ein neues Hintergrundpapier veröffentlicht, das eine NGO-Perspektive als Beitrag zur Rio-Konferenz im Juni 2012 aufzeigt. Dieses Papier führt in die deutsche und internationale Debatte ein, macht den Versuch einer Begriffsklärung und formuliert Erwartungen an den „Rio20+”-Gipfel.

Zu vier zentralen Handlungsfeldern – Nachhaltigkeitsstrategie, Klima und Energie, Landwirtschaft und Unternehmensverantwortung – formuliert Germanwatch konkrete Politikvorschläge an die deutsche Politik.

 

Die Rolle der Wirtschaft für den Umbau zu einer „Green and Fair Economy“ wird dabei in besonderer Weise diskutiert.

 

Download hier.

 

Germanwatch e.V.

Kaiserstr. 201

53113 Bonn

Tel. 02 28 – 60 49 20

 

klimakompakt@germanwatch.org

 

www.germanwatch.org

 
  Erstellt/Aktualisiert am 07.05.2013
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