Koordinatoren für entwicklungs-
politische Bildungsarbeit
Neuer Rückenwind für die Eine-Welt-Arbeit in NRW
Die Eine-Welt-Arbeit wird in Nordrhein-Westfalen durch ein bundesweit einmaliges Programm gefördert. Mit Impulsen aus 15 Regionalstellen und 8 Fachstellen wird die entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Land gestärkt und weiter entwickelt.
Das Koordinatoren-Programm (bis 2005 Promotoren-Programm) wird seit 2006 von der Landesregierung gefördert und von Eine-Welt-Organisationen im ganzen Land umgesetzt. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert über das bundesweite Capacity Building Program das bürgerschaftliche Eine-Welt-Engagement in NRW: daher kann ab Mai 2009 ein eigener Jugendkoordinator das Eine-Welt-Engagement von Kindern und Jugendlichen unterstützen.
Aktion – Beratung – Vernetzung
Die Koordinatoren geben Anstöße für global verantwortliches und vernetztes Denken und Handeln, thematisieren Eine-Welt-Fragen in der Öffentlichkeit, interessieren für eine weltoffene Gesellschaft und aktivieren zum Eine-Welt-Engagement. Sie vernetzen die Akteure und schaffen damit neue Möglichkeiten des Engagements. Mit Multiplikatoren aus allen gesellschaftlichen Bereichen setzen sie Bildungsprojekte in die Tat um und beraten die Akteure dabei, ihr Engagement wirkungsvoll weiter zu entwickeln.
UN-Entwicklungsziele als politischer Auftrag
Den politischen Rahmen des Programms bilden die UN-Entwicklungsziele. Sie wurden im Jahr 2000 von den Staats- und Regierungschefs mit der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen in New York unterschrieben. Ziel ist es, die Armut weltweit bis zum Jahr 2015 zu halbieren. www.millenniumcampaign.de
Für das Land NRW steht dabei die Bildung im Vordergrund. Hier gibt die UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ die Richtung vor. Das Ziel der Dekade ist es, bis zum Jahr 2014 durch Bildungsmaßnahmen zur Umsetzung der Agenda 21 beizutragen. Die Agenda 21 wurde 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedet. Die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung sollen weltweit in den Bildungssystemen verankert sein – also auch in Nordrhein-Westfalen. www.dekade.org
Rückenwind für alle Regionen in NRW
In jeder Region des Landes wird ein Koordinator tätig sein. Damit auch in der Fläche der Rückenwind spürbar wird, sind es in einigen Regionen sogar mehrere Koordinatoren. Über 2.800 entwicklungspolitische Vereine und Gruppen aus ganz NRW sind momentan beim Dachverband Eine Welt Netz NRW registriert.
Experten zur Förderung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit
Landesweit werden die Engagierten zusätzlich von Experten unterstützt, um gezielt Schwerpunkte im Programm zu setzen und die Weiterentwicklung des Engagements zu fördern. Für sieben Bereiche sind Experten für die Eine-Welt-Arbeit abrufbar:
- Weltwirtschaft und Fairer Handel
- Kinder- und Jugendarbeit
Fach-Koordinatoren
Gut organisierter Rückenwind
Das Programm liegt beim Land NRW in der Zuständigkeit des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, denn Minister Armin Laschet ist auch für Internationales und Eine-Welt-Politik verantwortlich. Die Förderung für den Jugendkoordinator erfolgt über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Koordination des Gesamtprogramms liegt bei den landesweiten Trägern InWEnt und Eine Welt Netz NRW. Um eine möglichst enge Verzahnung mit den regionalen Akteuren zu gewährleisten, werden die regionalen Koordinatoren direkt bei örtlichen Trägern angesiedelt.
Das Konzept des Programms wurde in enger Abstimmung zwischen der Basis der Eine-Welt-Arbeit vor Ort, ihrem Zusammenschluss Eine Welt Netz NRW und den Landesinstitutionen entwickelt. Es bietet Gewähr dafür, dass NRW weiterhin das „Eine-Welt-Land“ in Deutschland bleiben wird.




Veranstaltungskalender
Di - 27.04.2010 (+) 


