Unsere Angebote und Themen

Alle reden von Globalisierung – aber was hat das mit mir zu tun?  

Die Auseinandersetzung mit Themen der Globalisierung fällt erst einmal schwer: Globalisierung ist so komplex, abstrakt und anonym, sodass es schwierig ist, Bezüge zur eigenen Lebenswelt herzustellen.  

Unsere Referentinnen und Referenten veranschaulichen auf authentische Art und Weise, wie Menschen im globalen Süden mit uns Menschen in der industrialisierten Welt zusammenhängen. Je nach Zielgruppe – Kinder, Jugendliche, Erwachsene – passen wir unsere Methoden an die Bedürfnisse der Teilnehmenden an.  

Gemäß den Prinzipien des Globalen Lernens werden in jeder Veranstaltung die Erfahrungen und Meinungen zu einem Thema bei den Teilnehmenden abgefragt und somit ein Bezug zu ihrem Leben hergestellt. In einem zweiten Schritt wird, etwa durch einen Perspektivwechsel, der Blick auf die Realität in einem Land des Südens gelenkt. Die Erarbeitung des jeweiligen Themas erfolgt mit partizipativen Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspielen, Stationen-Lernen, interaktiven Spielen und Übungen. Im Anschluss erarbeiten wie gemeinsam Handlungsoptionen. Denn jede und jeder kann Globalisierung aktiv gestalten.  

Unsere Angebote richten sich an Kindergärten und Kitas, Schulen aller Formen, Ganztagsbetreuungen, Behinderteneinrichtungen, Hochschulen, Konfirmandengruppen, Lehr-, Erziehungs- und Betreuungspersonal und andere Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung.  

 

Wir bieten:  

  • Vermittlung von ehemaligen Entwicklungshelfer/innen als Referent/innen in Gruppen und Bildungseinrichtungen (alle Jahrgangsstufen und alle Schulformen)
  • Fortbildung über Themen des Globalen Lernens für Lehrer/innen, Erzieher/innen  und Multiplikatoren
  • Beratung zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten und Projekten Biblio- und Mediothek: aktuelles didaktisches Material zu entwicklungspolitischen Themen.  

     

                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bringen in jedes Unterrichtsfach einen globalen Bezug. Fragen Sie uns!

 

 

Interessante Beispiele aus der Praxis von "Bildung trifft Entwicklung" im ganzen Bundesgebiet finden Sie in unseren Projektbriefen:

 

Ausgabe 2/2011

 

Ausgabe 1/2010

 

 

 

Die Themenschwerpunkte:

  • Lebensalltag in fremden Kulturen, Familienstruktur,Konsumverhalten, Schulalltag, Kinderspiele,Hexerei und Magie ...
  • Umwelt und ländliche Entwicklung, Ernährungssicherung, Artenvielfalt, Ressourcenschutz, Wasserversorgung…
  • Auswirkungen der Globalisierung, Weltwirtschaft und Handelsabkommen, Fairer Handel, Individualisierung…
  • Frauenrollen Ausbildung von Mädchen, Frauen in Politik, Wirtschaft, Religion…
  • Gesellschaftliche Teilhabe von Armen alltägliche Lösungsstrategien in armen Ländern, Menschenrechte, Rechte der Kinder, Kinderarbeit, Kinderhandel, Demokratieförderung…
  • Konfliktbearbeitung und Friedensförderung, Möglichkeiten der zivilen Friedenssicherung    

 

 

Beispiele des entwicklungspolitischen Bildungsangebotes:  

 

Dritte Welt oder Eine Welt?

Warum redet man von erster, zweiter und dritter Welt? Wer hat sich das ausgedacht? Leben wir nicht alle in einer Welt? Was sind die Unterschiede? Hier wird unser Sprachgebrauch kritisch hinterfragt. Anhand des Beispiel eines so genannten „Dritte-Welt“ Landes wird das Thema Entwicklung näher betrachtet. Mit Bildern, Musik und interessante Erläuterungen nähern wir uns einer fremden Kultur.  

 

Entwicklungszusammenarbeit konkret

Wie funktioniert ein Entwicklungshilfeprojekt? Wer entscheidet, wann, wo Geld fließt? Was macht ein/e Entwicklungshelfer/in? Am Beispiel eines Projektes erfahren wir wie die Zusammenarbeit zwischen den Ländern funktioniert und wie beide Parteien von einander lernen. In diesem Zusammenhang wird der Begriff der Nachhaltigkeit gemeinsam erarbeitet.   

 

Baum ist nicht gleich Baum

In dieser Veranstaltung steht der Umgang mit natürlichen Ressourcen im Vordergrund. Wie wichtig sind Pflanzen und Bäume bei uns, welche Rolle spielen sie in einem afrikanischen Land? Es wird näher betrachtet, welche Nutzpflanzen in anderen Ländern angebaut werden und wie sie verarbeitet werden. In Deutschland kennen wir schon längst nicht mehr jede einheimische Pflanze, aber in Tansania z.B., kennen schon Kinder den Nutzen und auch die Heilwirkung jeder Pflanze.   

 

Globalisierung betrifft nicht nur Dich und mich

Auswirkungen der Globalisierung bekommen wir tagtäglich mit: afrikanische oder brasilianische Torjäger in deutschen Fußballteams, ein Klick im Internet und wir haben Zugang zu den neuesten Informationen aus dem Jemen oder unser Urlaub, der uns in ferne Länder mit exotischen Kulturen führt. Wie aber sind die Auswirkungen für die Menschen in den Ländern des Südens?  

 

Fair Trade

Hier bekommen die Schüler/innen einen Überblick über das Thema „Fair Trade“. Was ist der Unterschied zwischen einem fair gehandelten Produkt zu einem Produkt aus dem Supermarkt. Was sind die Kriterien, dass ein Produkt als „fair“ gilt? Und wo kann man sie kaufen?

 

Jugend in Kamerun

Die Schüler/innen erfahren über Familienstrukturen, Schulbildung, weitere Ausbildungsmöglichkeiten von Jugendlichen, aber auch von ihren Träumen und Erwartungen an die Zukunft. Die Lebenswelt von den Jugendlichen in einem Entwicklungsland wird zur eigenen in Beziehung gesetzt.  

 

Fair reisen

Hier werden Alternativen zum Massentourismus aufgezeigt. Jeder kann mit offenen Augen reisen und durch Umsicht dafür sorgen, dass der Urlaub für Gast und Gastgeber zu einer schönen Erinnerung wird. Konkrete Projekte in vielen Ländern ermöglichen Menschen in südlichen Ländern überdies ein geregeltes Einkommen. Das eigene Reiseverhalten wird reflektiert.  

 

Kakaobanner

Globaler Handel – Globaler Wandel am Beispiel Kakao, mit diesen Worten kann der Themenkomplex wohl am besten beschrieben werden, zu dem wir im Herbst 2010 mit zwei Klassen (Jg. 7) an der Sekundarschule Wachtberg arbeiten konnten, in einem modularen, unterrichtsähnlichen Block und einer anschließenden Projektwoche. 

Zunächst ging es dabei darum, das Verständnis der SchülerInnen für globale Zusamme nhänge zu schärfen. In drei Modulen wurde gemeinsam erarbeitet, wie der Globale Handel das Leben in Deutschland beeinflusst, wie das Leben von gleichaltrigen SchülerInnen in den Herkunftsländern vieler Produkte aussieht, sowie Ursachen und mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen gesucht. 

Am konkreten Produkt, dem Kakao, ließen sich viele Zusammenhänge sehr anschaulich erklären. Eine große Hilfe und wiederholte Anknüpfungspunkte in der Diskussion waren dabei die Banner, die vom Eine-Welt-Netz NRW zu verschiedenen Themenfelder rund um den Kakao angefertigt worden sind. Auch am Projektstand zum Tag der Offenen Tür der Sekundarschule kamen sie zu einem effektiven Einsatz.

 

Die vier Banner ermöglichen einen übersichtlichen Einblick in den Themenkomplex Kakao und behandeln dabei die Geschichte des Kakao als gefragter Rohstoff genauso wie die Entwicklung vom Samen zur Bohne, das Leben der Produzenten und den Handel unter heutigen Bedingungen. Immer wieder wird der Faire Handel aufgegriffen und Anliegen, Ansätze und Erfolge von Fair Trade Projekten erklärt – natürlich immer an einem konkreten Beispiel. Das hilft ReferentInnen, SchülerInnen und interessierten Eltern am Projektstand, das umfassende Thema immer wieder mit ihrem eigenen Leben zu verknüpfen. Auf diese Weise nehmen sie viel mehr mit als eine Flut von Informationen und Eindrücken, die mit den eigenen Erfahrungen nicht viel zu tun haben und darum meist schnell wieder in Vergessenheit geraten würden.

Die Materialien und Methoden gerade rund um den Aufhänger Kakao lassen sich noch vielseitig ergänzen. So kamen nicht nur Fotos aus unserem eigenen Arbeitskontext, Quizspiele, Kreuzworträtsel und Rollenspiele zum Einsatz.

 

Die SchülerInnen übten sich auch praktisch in der Herstellung von Schokolade. Wir hatten getrocknete Kakaobohnen mitgebracht, die gemeinsam geröstet, geschält, gemahlen, gerührt und gekocht wurden. Dabei entdeckten die frisch gebackenen Chocolatiers, wie stark geprägt unser Geschmack von allerlei zusätzlichen Zutaten ist; vor allem vom hohen Zuckeranteil in herkömmlicher Schokolade. Am Ende waren sich alle einig: selbst gerührt schmeckt einfach viel besser: Hmmm, lecker! 

 

Wolf und Franka Berdel (BtE/NRW, 2005 - 2010 DED Ecuador)

 

Am Beispiel „Kakao“ kann das Thema „Fair Trade“, mit Unterstützung durch unsere Banner, sehr schön veranschaulicht werden:

  1. Kakao - vom Samen bis zur Bohne
  2. Leben und Arbeiten für Kakao
  3. Von der "Speise der Götter" zur Schokolade
  4. Der globale Handel mit dem braunen Gold

WeltStadtRallye Düsseldorf

Das Konzept der Rallye beruht auf dem WeltStadtSpiel vom VEN aus Niedersachsen, das in verschiedenen Städten erfolgreich durchgeführt wurde.

 

Globalisierung ist ein sehr komplexes Thema. Wie kann man Jugendliche dazu motivieren, sich mit diesen diffizilen Zusammenhängen auseinander zu setzen, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben? Die WeltStadtRallye führt Jugendliche im Alter von 12-14 Jahren auf spielerische Weise an Themen der Globalisierung heran. Ausgehend vom Lebensalltag der Jugendlichen wird schnell deutlich, dass man im alltäglichen Leben mehr Kontakt zu Ländern des Südens hat, als man vermuten könnte: Viele Produkte bzw. Rohstoffe kommen aus Ländern des Südens; z.B.: Baumwolle aus Indien, Ananas aus Costa Rica und Kakao aus der Elfenbeinküste. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen mit der WeltStadtRallye die Düsseldorfer Altstadt mit ihren spezifischen Aspekten besser kennen und erfahren sie aus einer neuen Perspektive. Sie sollten von einem/r Lehrer/in oder einer anderen Person eingewiesen werden und dann die Aufgaben alleine lösen.

Gerne kommt auch einE ReferentIn unseres Projektes zur Einführung in das Themenfeld Fairer Handel oder/und zur Nachbereitung der Rallye in Ihre Klasse.

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

 

"Einführung für Betreuer der WeltStadtRallye" [ 63 kb]

 

Die "WeltStadtRallye" [1.3 mb]
zum Herunterladen finden Sie hier.

 

Die Lösungen versenden wir nur auf Anfrage an die Veranstalter.

 

 

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf:

Mail: daniela.peulen@eine-welt-netz-nrw.de

Tel:  0251-28 46 69-22

 
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Sa - 05.11.2011 (+)   Münster
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