Es gibt vielfältige Gründe, den Einkauf in der Kommune sozial gerecht umzugestalten. Gerade angesichts der schwierigen Haushaltssituation in vielen Kommunen stellt sich die Frage, wie die Stadtverwaltungen wirtschaftlich, qualitätssichernd und effizient handeln können.
Sparen
Bei Preiskalkulationen sollte das langfristige Preis- Leistungsverhältnis entlang der Lebens- und Nutzungsdauer von Gütern und Dienstleistungen berücksichtigt werden, nicht nur kurzfristige Anschaffungs- oder Baukosten.
Wettbewerb und Vielfalt
Durch große Auftragsvolumen und daran gebundene Bedingungen werden Steuerungseffekte erzielt, die mittelfristig zu einer ausgeweiteten Produktpalette sozial gerechter Angebote auf dem Markt führen können.
Kräftegleichgewicht
In einer zunehmend vernetzten Welt müssen von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt gerechte Preise garantiert werden.
Gleichbehandlung
Im April 2009 wurde EU-Recht in deutsches Recht umgesetzt, wonach sozial gerechte Beschaffung als vergabeimmanent eingestuft wird. Leistungen des Wirtschaftspartners sollen weltweit keine negativen Effekte auf das Gemeinwohl haben.
Transparenz
Unabhängige Zertifizierungen helfen Beschaffern, anhand nachprüfbarer Kriterien sozial gerecht produzierte Produkte von herkömmlichen Angeboten zu unterscheiden.
Glaubwürdigkeit und Imagegewinn
Kommunen sollten auch im Einkauf ihre Vorbildfunktion gegenüber der Öffentlichkeit wahrnehmen indem sie effizient und mit sozialem Bewusstsein haushalten.
Gesundheit und Sicherheit für alle
Allen Menschen müssen die gleichen (Mindest-) Arbeitsstandards zugestanden werden, kommunale Beschaffer können diesbezüglich einen wichtigen Beitrag leisten.
Verantwortung
Die öffentliche Hand steht in der Verantwortung für zukünftige Generationen nachhaltig zu wirtschaften, natürliche Ressourcen effizient zu nutzen und Rechte zu achten.








