Als große Auftragsgeber mit umfassendem Auftragsvolumen kommt den Stadtverwaltungen in Deutschland eine bedeutende Rolle und Verantwortung zu.
In der öffentlichen Wahrnehmung geraten immer mehr Produkte in die Kritik, welche aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen oder unter sozialen Missständen produziert wurden.
Textilien
Auf Baumwollfeldern und in Produktionsstätten müssen Menschen häufig unter unwürdigen Bedingungen und zu Billiglöhnen arbeiten. Dies ermöglicht Kommunen Arbeitskleidung für Feuerwehr, öffentliche Betriebe, Kantinen oder Krankenhäuser zu Niedrigpreisen zu kaufen.
Lebensmittel für den Gastronomiebereich
Tee- oder KaffeepflückerInnen erhalten oft von Zwischenhändlern ungerechte Preise und arbeiten unter schlechten Bedingungen auf Plantagen. Kommunen profitieren von diesen Missständen, indem sie für Kantinen, Ganztagsschulen oder soziale Einrichtungen billige Lebensmittel einkaufen.
Natursteine
In Indien, China oder Vietnam verrichten Kinder und Erwachsene Zwangsarbeit ohne Schutzkleidung in Steinbrüchen. In Deutschland werden 80% der öffentlichen Plätze, Friedhöfe, das Baugewerbe sowie der Landschafts- und Gartenbau mit solchen Natursteinen versorgt.
Holz
Weltweit unkontrollierter Raubbau, illegaler Einschlag in Wäldern, Verletzung von Menschenrechten und Belastung der Umwelt werden hingenommen damit in Deutschland Holz hoher Qualität zu niedrigsten Preisen für das Baugewerbe, den Landschafts- und Gartenbau sowie für öffentliche Plätze zur Verfügung steht.
IT- und Telekommunikation
In vielen Billiglohnländern werden Rohstoffe gewonnen, Komponenten gefertigt und Elektroschrott entsorgt. Gesundheitsgefährdungen und Verstöße gegen internationales Arbeitsrecht sind an der Tagesordnung. Die öffentliche Verwaltung in Deutschland nutzt auf diese Weise hergestellte IT- und Telekommunikationsprodukte.








