Impulse für die Koalitionsverhandlungen in NRW

Das Eine Welt Netz NRW hat als Dachverband des Eine-Welt-Engagements in NRW ein Impulspapier in die Koalitionsverhandlungen in Nordrhein-Westfalen eingebracht.

 

Das Impulspapier für die Koalitionsverhandlungen können Sie hier herunter laden.

 

 

Ein aktueller Auszug aus den Koalitionsverhandlungen, welcher den entwicklungspolitischen Bereich thematisiert, zeigt, dass viele der Forderungen des Impulspapieres aufgegriffen wurden: 

 

"Zukunftsfähige Eine-Welt-Politik - gerecht, friedlich, nachhaltig

Es liegt im existenziellen Interesse Nordrhein-Westfalens, unseren Beitrag dazu zu leisten, die Welt gerechter, friedlicher, ökologischer, wirtschaftlich zukunftsfähiger und nachhaltig zu gestalten. Wir müssen unsere Lebensverhältnisse mit den Anforderungen an eine global gerechte und nachhaltige Entwicklung in Einklang bringen.

 

Mit einer modernen und auf die aktuellen Herausforderungen reagierenden Eine-Welt-Politik wollen wir die den Bundesländern dabei zukommende Rolle ausfüllen. Wir wollen in der Landespolitik entwicklungspolitische Kohärenz herstellen. Dazu sollen alle Ressorts der Landesregierung in ihrer Arbeit Eine-Welt-Aspekte stärker als bisher berücksichtigen. Wir werden unseren Beitrag zu den Millenniumszielen der Vereinten Nationen leisten, um Hunger, Armut und Not zu bekämpfen.

 

Wir beabsichtigen die entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes in einem offenen und partnerschaftlichen Dialog mit der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und anderen Verbänden zu modernisieren und zu novellieren. Die Landesregierung wird dem Parlament einen jährlichen Bericht zum Stand der Umsetzung vorlegen.

 

Wir wollen Fördermittel einsetzen, um die Bildungsarbeit zu stärken, das erfolgreiche Koordinatoren-Programm zu stabilisieren und weiterzuentwickeln, das ehrenamtliche zivilgesellschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und die kommunale Eine-Welt-Politik neu aufzustellen. Die Landesregierung sieht sich dabei als Unterstützerin und Impulsgeberin, um aus der Gesellschaft heraus den Leitgedanken der Eine-Welt als gelebte Entwicklungspartnerschaften voranzubringen. Die Arbeit der „Stiftung Umwelt und Entwicklung“ wird von uns weiterhin unterstützt.

 

Das Beschaffungswesen des Landes soll auf ökologisch-soziale Kriterien umgestellt werden. Der faire Handel ist für uns ein wichtiger Baustein für die Umsetzung globaler Gerechtigkeit. Ziel ist, die Menschen in Nordrhein-Westfalen dafür zu gewinnen, stärker beim Einkauf auf soziale und ökologische Kriterien zu achten.

 

Die internationalen Partnerschaften haben sich bewährt und sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Wir möchten mit dem Partnerland Ghana einen neuen Schwerpunkt auf den Bereich der Erneuerbaren Energien, im Rahmen einer Energiepartnerschaft, legen. Wir wollen die bei uns lebenden Menschen aus anderen Ländern stärker als Partner sichtbar machen und einbinden. Austausch- und Förderprogramme, gerade für junge Menschen, zum Beispiel im Rahmen des konkreten Friedensdienstes oder "weltwärts", sollten gestärkt und um Reverselemente und Rückkehrerarbeit ergänzt werden. Die Kooperationen von NRW-Hochschulen mit Ländern des Südens sollen auf ihre Wirksamkeit geprüft und Stipendienprogramme angepasst werden.

 

Wir unterstützen die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und beabsichtigen im Kontext unserer Partnerschaften die Rahmenbedingungen für diese Bildungsarbeit zu verbessern. In diesem Zusammenhang kommt dem Thema Kultur und Entwicklung im Sinne der UNESCO-Konvention für die kulturelle Vielfalt eine besondere Bedeutung zu.

 

Wir setzen uns für die Wahrung und Einhaltung der Menschenrechte im Sinne der Charta der Vereinten Nationen ein. Wir wollen, dass zivile und präventive Strategien des Konflikt- und Krisenmanagements gestärkt werden.

 

Wir fördern die Weiterentwicklung und den Ausbau der Stadt Bonn als Standort für internationale Zusammenarbeit. Wir wollen die dort versammelten internationalen Einrichtungen stärker mit der Landespolitik verknüpfen."

 
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