Interaktive Podiumsdiskussion zur EZ in Münster
Mit der Entwicklungszusammenarbeit zwischen „Ego-Trip und Augenhöhe“ beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion am 8. Juli an der Uni Münster. Zu der gut besuchten Abendveranstaltung kamen mehrere Hundert Schüler, Studierende und weitere Interessierte ins Fürstenberghaus. Dabei wurde ihnen ein breit gefächertes Programm mit verschiedenen Podiumsdiskussionen, einem Filmvortrag und einem Markt der Möglichkeiten geboten.
Auf einem ersten Podium wurden diejenigen, die durch Auslandsaufenthalte, Praktika und ehrenamtliches Engagement schon Erfahrungen im entwicklungspolitischen Bereich gesammelt haben, angesprochen und für mögliche Probleme sensibilisiert. Woher kommt das Bild der sogenannten Entwicklungsländer, welches uns in der Öffentlichkeit präsentiert wird? Welches Bild vermitteln die Medien von einem „afrikanischen Kontinent“? Welche Stereotype werden dadurch gefördert? Diese Leitfragen wurden vor einem ethisch-moralischen und einem ethnologisch-soziologischen Hintergrund von PD Dr. Christiane Aka (Ethnologin, Münster/Regenburg), Dr. Jörg Waldmann (Politologe, Münster), Dr. Sabine Klocke-Daffa (Ethnologin, Münster) und Dr. Médard Kabanda (Politologie, Osnabrück und Afrika Kooperative Münster e.V.) diskutiert.
Die zweite Podiumsdiskussion befasste sich mit der Frage, wie man selber entwicklungspolitisch aktiv werden kann. Hans-Christoph Boppel (MGFFI), Prof. Wolfgang Gieler (Politologe, Münster/Bonn), Jirka Vierhaus (DED), Nastassja Ott (Eine Welt Netz NRW) und Marita Brömmelmeier (GTZ) zeigten hierzu konkrete Projekte und Handlungsoptionen auf. Sie fragten sich: Wie sieht ein gut gemachtes Projekt der EZ aus? Was bedeutet Kooperation „auf Augenhöhe“? Wie kann man Akteure der Zivilgesellschaft stärken und die Diaspora vermehrt einbeziehen?
Umrahmt wurde das Programm von einem Markt der Möglichkeiten, auf dem sich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit aus Münster präsentieren konnten. Auch das weltwärts-Programm des Eine Welt Netz NRW bekam hier eine Möglichkeit, sich und seine Partnerprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika vorzustellen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Studierenden der Medizin, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Ökonomie, Soziologie, Politikwissenschaft und Geographie sowie von Dr. Médard Kabanda, der einen Einführungsvortrag zu den Dekaden der Entwicklungspolitik hielt und auf dem ersten Podium diskutierte. Veranstalter waren die Fachschaft Medizin, der Verein Afrika Kooperative Münster und Radio Q, das die Podiumsdiskussion live übertrug.
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Di - 27.04.2010 (+) 




