Programm der Landeskonferenz 2012

Freitag, 16. März 2012

15:00 Ankunft, Stehkaffee

 

15:00 World-Cafe

 

Vor dem eigentlichen Beginn der Landeskonferenz
wollen wir uns mit allen Interessierten in einem World Café zum
Thema der Konferenz austauschen. Welche Fragen und Themen bewegen uns mit Blick auf die Konferenz in Rio? Was versprechen wir uns von einer Green Economy? Gibt es neue Akzente für unser
Engagement?

16:00 Begrüßung

  • Dr. h. c. Alfred Buß, Vorstandsvorsitzender Stiftung für Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen
  • Udo Schlüter, Geschäftsführer Eine Welt Netz NRW

16:30 Vortrag

Green Economy – ein Konzept mit Nachhaltigkeit?

  • Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor Dt. Institut für Entwicklungspolitik

17:30 Vortrag

Green Economy – eine nachhaltige Perspektive für das Industrieland NRW?! 

  • Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

18:00 Podiumsgespräch

mit Johannes Remmel und Prof. Dr. Dirk Messner

 

  • Moderation: Katja Breyer Amt für MÖWe

18:30 Pause mit Abendessen

 

19:30 Vorträge

Green Economy – Chance für weltweite Ernährungssicherheit?

  • Astrid Jakobs de Pádua, Leiterin des Referats Welternährung - Internationale Organisationen der Ernährungs- und Landwirtschaft
  • Marita Wiggerthale, Referentin für Welternährung und globale Agrarfragen OXFAM

20:30 Podiumsgespräch

mit Astrid Jakobs de Pádua und Marita Wiggerthale

  • Moderation: Dr. Peter Markus Evang. Akademie Villigst/IKG

21:00 h Gemütlicher Ausklang

 

 

Samstag, 17. März 2012

8:15 Frühstück

 

9:15 Vortrag

Hinter der Green Economy geht’s weiter

Buen Vivir – Konzepte von Wohlstand ohne Wachstum. Unter dem
Begriff „Buen Vivir“ werden in Lateinamerika neue Konzepte für
ein „gutes Leben“ als Alternative zum Wachstumszwang diskutiert,
welches sich auf indigene Traditionen und Wertvorstellungen beruft.

 

  • Dr. Thomas Fatheuer, Autor des Essays „Buen Vivir“ der Heinrich-Böll-Stiftung

10:00 Vortrag

Von Green Economy bis Buen Vivir – Die Erwartungen an Rio+20 und ihre Konsequenzen für zivilgesellschaftliches Handeln

Welche Debatten und Ergebnisse können wir von Rio+20 erwarten? Wird nur über Green Economy oder auch über ganz andere Wirtschaftsmodelle diskutiert werden? Welche Konsequenzen hat dies für unser Engagement?

 

  • Jürgen Maier, Geschäftsführer Forum Umwelt und Entwicklung

10:45 h Pause mit Stehkaffee

 

11:15 h Parallele Fachpodien und Workshops

 

 

1. Nachhaltigkeit – Kür oder Pflicht?

 

Green Economy und die Verantwortung von Unternehmen und
Zivilgesellschaft am Beispiel Palmöl

Mit der Green Economy wächst die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten – sei es in der chemischen Industrie oder zur Energiegewinnung. So breiten sich weltweit besonders Ölpalmplantagen rasant aus. Aber wie „grün“ und „nachhaltig“ sind nachwachsende Rohstoffe wie z. B. die Palmöle? Können Zertifikate oder Siegel, wie z. B. das des Round Table on Sustainable Palm Oil, ein Garant für die Nachhaltigkeit in der Green Economy sein? Oder sind sie ein Feigenblatt, um die dunklen Seiten der Green Economy zu verdecken? Wie stellen sich Unternehmen dieser Herausforderung? Was kann und muss Zivilgesellschaft für eine nachhaltige Green Economy tun?

Dieser Workshop findet mit Simultanübersetzung statt.

 

  • Dr. Roland Schröder, Global Director Sustainability/Product Safety Department, Henkel Laundry & Home Care
  • Volkmar Lübke, CorA-Netzwerk
  • Saurlin P. Siagian, Menschenrechtsorganisation Lentera Rakyat, Indonesien
  • Moderation: Katja Breyer und Bernd Schütze, Amt für MÖWe

 
 

2. Transformation auf lokaler Ebene realisieren
Globale Nachhaltigkeit als Aufgabe der Kommunen

 

Kommunen übernehmen zunehmend auch im globalen Kontext Verantwortung für Klimaschutz und Klimaanpassung. Einen Beitrag hierzu stellt das Projekt "50 kommunale Klimapartnerschaften" dar, das von der Zielsetzung getragen wird, gemeinsame Handlungsprogramme zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zwischen deutschen Städten und ihren Partnerstädten im Süden zu erarbeiten und umzusetzen. Im Workshop werden der grundsätzliche Rahmen des Projekts und die Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Das konkrete Beispiel der Partner Cape Coast (Ghana) und Bonn wird erläutert. Weiterhin wird ein Bildungskonzept für zivilgesellschaftliche Akteure zur Unterstützung der kommunalen Nord-Süd-Partnerschaften aufgezeichnet.

 

  • Stefan Wagner, 50 Klimapartnerschaften Bonn-Cape Coast
  • Kristin Neumann, Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW
  • Jessica Baier; Servicesteller Kommunen in der Einen Welt, Engagement Global
  • Moderation: Dr. Klaus Reuter, LAG 21 NRW

 
 

3. (Über-)Nutzung natürlicher Ressourcen
Die EU-Fischereipolitik und ihre Folgen für Westafrika

 

Zuerst wird anhand von kurzen Filmausschnitten gezeigt, wie die industrielle Fischerei  die Lebensgrundlage vieler Kleinfischer vor den Küsten Westafrikas zerstört.
 

Anschließend erläutern der Senegalese Gaoussou Gueye, der Generalsekretär des Westafrikanischen Verbandes der handwerklichen Fischerei, und Francisco Mari, Agrarhandelsexperte beim Evangelischen Entwicklungsdienst, den Zusammenhang zwischen unserem Fischkonsum, der EU-Fischereipolitik, dem Seerecht und der Situation der Kleinfischer an den westafrikanischen Küsten. Gaoussou Gueye berichtet dabei über aktuelle politische Aktionen der Kleinfischer vor den Wahlen im Senegal nächste Woche. Beide Referenten  gehen auch auf die Fragen der TeilnehmerInnen ein.

Anschließend diskutieren die TeilnehmerInnen des Workshops in Kleingruppen, welche  Ideen und Ansätze es auf persönlicher und politischer Ebene geben könnte,  um eine nachhaltigere Fischereipolitik zu betreiben.
 

Der Beitrag von Gaoussou Gueye wird vom Französischen ins Deutsche übersetzt.

 

  • Francisco Mari, Evang. Entwicklungsdienst
  • Gaoussou Gueye, Generalsekretär Westafrikanischer Verband der handwerklichen Fischerei (CAOPA)
  • Moderation: Jens Elmer, Eine Welt Netz NRW

 
 

4. Rio+40 – Wie wollen wir nachhaltig im Jahr 2030 leben?
Wie lebt Familie You in 20 Jahren? – eine interaktive  Zukunftswerkstatt

 

Wie stellen wir uns ein Leben im Jahr 2030 vor? Wie wollen wir diesesLeben nach­haltig gestalten? Was muss bis dahin geschehen sein? Wie lebt die Family YOU in 20 Jahren? Wir machen uns ein Bild von unserer Zukunft! In einem interaktiven und kreativen Workshop entwickeln wir konkrete Zukunftsvorstellungen zu verschiedenen, alltäglichen Bereichen des Lebens. Und stellen Hausaufgaben an uns, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um die Zukunft, die wir möchten, auch zu realisieren. Der Workshop richtet sich an alle, die gerne in die Zukunft blicken wollen und Spaß an kreativer Gruppenarbeit haben.

 

 

  • Tatjana Giese, Jugendnetzwerk OpenGlobe
  • Moderation: Nora Brüggemann, CSCP

 

 

5. Landwirtschaftspolitik, Ernährung und globale Nahrungsmittelproduktion
Was können wir tun für eine nachhaltige Ernährung weltweit?

 

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren und wie wir unsere Lebensmittelproduktion und Landwirtschaftspolitik gestalten, hat Auswirkungen auf die Ernährungssituation in den Ländern des Südens. Marita Wiggerthale, Welternährungs-Expertin von Oxfam gibt uns einen Überblick und stellt u. a. die Forderungen des Weltagrarberichtes und die Kampagnen von Oxfam vor.

Auf der anderen Seite kann auch jedeR etwas tun für eine nachhaltige Ernährung. Wie dies aussehen kann, wird anschließend in Arbeitsgruppen erarbeitet.

 

  • Marita Wiggerthale, Oxfam
  • Martina Kiel, Eine Welt Netz NRW
  • Moderation: Dr. Peter Markus,Evang. Akademie Villigst/Institut für Kirche und Gesellschaft

 
 

6. Staatsverschuldung und Finanzmärkte
Was muss im Finanzsektor geschehen, damit eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht wird?

 

Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Nachhaltigkeit auf den Finanzmärkten eine doppelte Bedeutung hat. Nachhaltige Finanzmärkte müssen zum Einen das Funktionieren  der Realwirtschaft sicherstellen. Dazu muss ein Bankensystem existieren, dass Investitionen und Kredite zu Unternehmen gelenkt werden, die gewinnbringend  wirtschaften.

 

Die zweite Bedeutung von nachhaltiger Finanzwirtschaft zielt darauf ab, dass Kapital nicht nur unter wirtschaftlichem Kalkül investiert wird, sondern dass soziale und ökologische Aspekte in Investitionsentscheidungen einfließen. Unternehmen werden sich, so die Hoffnung, an diesen Forderungen orientieren und die geforderten sozialen und ökologischen Maßnahmen umsetzen.

 

  • Sven Giegold MdEP
  • Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender Bank für Kirche und Diakonie
  • Moderation: Antje Schneeweiß, Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene

 

12:45 Mittagspause

 

14:00 Fortsetzung der Workshops

 

15:00 Pause mit Kaffee und Kuchen

 

15:30 Podiumsdiskussion zum Abschluss der Konferenz

 

Auf was es jetzt ankommt – Hausaufgaben für die Zivilgesellschaft
Was geben wir Politikern als Botschaft mit auf dem Weg?
Was sind die Stellschrauben in Politik, Zivilgesellschaft und
Wirtschaft? Wie wollen wir nach Rio+20 weitermachen?

 

  • Dr. Klaus Reuter, LAG 21 NRW
  • Monika Dülge, Eine Welt Netz NRW
  • Saurlin P. Siagian, Menschenrechtsorganisation Lentera Rakyat, Indonesien
  • Sven Giegold MdEP
  • Pfr. Klaus Breyer, Leiter Institut für Kirche und Gesellschaft
  • „Freier Stuhl“ für VertreterInnen aus den Workshops
  • Moderation: Katja Breyer, Amt für MÖWe

17:00 Ende der Konferenz

  • Gesamtmoderation: Dodo Schulz, Eine Welt Netz NRW
 
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