Produktdatenbanken

Produktdatenbank von Fairtrade Deutschland

 

Mögliche Zertifizierungen und Siegel können HIER nachgelesen werden.

Textilien und Bekleidung

Der Weg von der Baumwollplantage zu einem fertig Kleidungsstück ist sehr lang. Die Baumwolle muss geerntet und aus den Samenhaaren die Baumwollfaser gewonnen werden. Diese werden dann zu Stoffen gesponnen, die anschließen in Nähfabriken weiterverarbeitet werden. Danach folgt der Transport in die Abnahmeländer.

Die großen Textilunternehmen der Industrieländer lassen ihre Produkte in anderen Ländern herstellen um auf diesem Weg Geld, vor allem Löhne, zu sparen. In den Nähfabriken gelten schlechtere Arbeitsbedingungen als in Deutschland, von zu langen Arbeitszeiten bis hin zur Zahlung von nichtexistinezsicheren Löhnen.

In den Färbungsprozessen, etwa bei Jeans, werden Schadstoffe freigesetzt, die zu gravierenden gesundheitlichen Schäden der ArbeiterInnen führen.

Auf den Baumwollplantagen ist Kinderarbeit leider oft keine Seltenheit.

 

Weitere Informationen zu fair gehandelter Kleidung sind hier zu finden:

 

www.getchanged.net

www.ci-romero.de

 

 

Lebensmittel

Orangen

Der größte Orangensaftproduzent der Welt ist Brasilien.

Auf den Plantagen wird - auch oft von Kindern - schwere Arbeit verlangt. Die Arbeitszeiten sind zu lang, ein Schulbesuch der Kinder ist erschwert und die Entlohnung nicht ausreichend.

Eine Fair Trade-Siegelung garantiert eine Herstellung ohne ausbeuterische Kinderarbeit.

 

 

Kakao

Kakaobäume werden vor allem in Süd- und Mittelamerika, Westafrika und Südostasien angebaut. Der größte Kakaoproduzent ist die Elfenbeinküste. Weltweit bauen etwa 5,5 Mio. Kleinbauern Kakaopflanzen an.

Der Weltpreis für Kakao unterliegt sehr starken Schwankungen. Wenn der Kakao aus fairen Handel stammt, ist auch ein Mindestpreis garantiert, von dem die Landwirte leben können. Außerdem wird so versucht, der Kinderarbeit und der unzureichenden Beachtung der Menschenrechte auf den Plantagen Einhalt zu gebieten.

In die Industrieländer werden meist nur Rohkakao oder die Kakaobohnene exportiert, weil die Rezuptur der Schokoladen nicht für das Klima in den Produzentenländern geeignet ist und ein hoher Kühlungsaufwand entstehen würde.

 

 

Zucker

Die Zuckerherrstellung beginnt mit dem Anbau von Zuckerrohr.

Nachdem dieser geerntet wird, werden die Kristalle herausgelöst. Je nachdem wie rein der Zucker werden soll, muss der Prozess mehrere Male wiederholt werden.

Die größten Anbaugebiete von Zuckerrohr befinden sich in Brasilien, Indien und China. Auf den Feldern dort wird oft kaum auf Umweltbelastungen oder die faire Bezahlung der ArbeiterInnen geachtet.

 

 

Bananen

Bananenanbaugebiete finden sich vor allem in Südamerika und Südostasien. Mit großem Abstand ist Indien der Hauptproduzent von Bananen (etwa 25% der Weltproduktion). Sie werden auf großen Plantagen im subtropischen Klima angebaut und geerntet.

Auf solchen Großplantagen leiden leider die Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen. Durch den fairen Handel und den gesicherten Mindestpreis kann mehr in die Plantagen und Arbeitsbedingungen investiert werden.

 

 

Tee

Da Tee weniger von Kleinbauern, sondern vielmehr von privatwirtschaftlich geleiteten Plantagen angebaut wird, geht es

dort um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung der ArbeiterInnen auf den Plantagen.

Die am meisten fair gehandelte Teesorte ist schwarzer Tee, aber auch Grüntee, Rooibos, Kamille und Minze können fair gehandelt werden.

Besonders viel Tee wird in China, Kenia und Indien angebaut.

 

 

Kaffee

Wenn ein Marktversagen durch starke Preisschwankungen entsteht, sinkt der Kaffeepreis so tief, dass Kleinbauern in Anbaugebieten nicht mehr von diesem Preis leben können.

Im Moment (2013) liegt der Weltmarktpreis auf relativ hohem Niveau. Fair gehandelter Kaffe garantiet einen Mindestpreis für die Bauern in Ländern des Südens, mit dem sich die eigene Existenz und die der Familie sichern lässt. Er gibt die Möglichkeit, Kinder länger in die Schule gehen zu lassen und somit auch Kinderarbeit auf den Plantagen zu mindern. Durch Zahlung von Premien können Investionen in Infrastruktur, Bildung, usw. getätigt werden.

Die meisten Kaffeeanbaugebiete finden sich in Südamerika, aber auch in Afrika und Südostasien werden bestimmte Kaffeesorten kultiviert.

Informationstechnologie (IT)

In vielen Billiglohnländern werden Rohstoffe gewonnen, Komponenten gefertigt und Elektroschrott entsorgt. Gesundheitsgefährdungen und Verstöße gegen internationales Arbeitsrecht sind an der Tagesordnung.

Nach einer Studie der Vereinten Nationen werden bei der Produktion eines Computers etwa 240 kg fossile  Brennstoffe, 1500 Liter Wasser und 22 kg chemische Produkte verbraucht.

In der Branche gelten vorwiegend unwürdige Arbeitsbedingungen. Viel zu lange Arbeitszeiten, gesundheitliche Schäden durch giftige Stoffe, die in der Herstellung freigesetzt werden und Löhne, die die Lebensgrundlage der Arbeiter nicht decken können.

Besonders die Gewinnung von Metallen wie Blei, Kupfer und Coltan kann sowohl für die Umwelt als auch für die Arbeiter schwerwiegende Folgen haben. Beim Abbau in den Minen sickern Metalle in die Erde und können das Grundwasser vergiften. Das Verletzungsrisiko der Arbeiter ist durch unzureichende Sicherheitsmaßnahmen sehr hoch.

Natursteine

In Indien, China oder Vietnam verrichten Kinder und Erwachsene Zwangsarbeit ohne Schutzkleidung in Steinbrüchen. Kinder, die in solchen Steinbrüchen arbeiten, haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von nur 35 Jahren. Neben Unfällen und Verletzungen besteht auch das hohe Risiko einer chronischen Lungenerkrankung (Quarzstaublunge), die vom entstehenden Steinstaub hervorgerufen wird. Etwa 126 Mio. Kinder arbeiten weltweit mehrere Stunden täglich an schädlichen und gefährlichen Arbeitsplätzen. Mit dem Kauf von fair gehandelten Natursteinen kann die anhaltende ausbeuterische Kinderarbeit zurückgedrängt werden.

 

Holz

Weltweit unkontrollierter Raubbau, illegaler Einschlag in Wäldern, Verletzung von Menschenrechten und Belastung der Umwelt werden hingenommen damit in Deutschland Holz hoher Qualität zu niedrigsten Preisen zur Verfügung steht. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich ein Waldbestand von 15 Mio. Hektar unaufgeforstet zerstört wird. Die Überproduktion von Holzprodukten, bei der der Waldbestand durch Aufforstung nicht aufrecht erhalten werden kann und die unzureichende Verwendung von recycelten Beständen, trägt über kurz oder lang zu einem Verschwinden der Wälder weltweit bei, nimmt Lebewesen die Lebensgrundlage und treibt den Klimawandel weiter an.

 

Blumen

Nur jede Fünfte Blume, die in Deutschland gekauft wird, wurde auch hier angebaut. Von den importierten Blumen kommen etwa 80% aus den Niederlanden. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Blumen auch dort angebaut wurden. Der größte Anteil wird von Ländern des Südens in die Niederlande importiert. Besonders große Exportländer sind z.B. Kolumbien, Ecuador, Kenia, Simbabwe und Südafrika.

Auf den Blumenplantagen rund um die Welt stehen Menschen- und Arbeitsrechtsverletzung auf der Tagesordnung. Den ArbeiterInnen werden keine hinreichenden Schutzkleidungen zur Verfügung gestellt und oft verdienen sie weniger als 1 $ pro Tag. Durch die Verwendung von Pestiziden wird auch die Umwelt stark belastet.


Fotos: Cord/Messe FA!R/Messe Westfalenhallen Dortmund

 
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