Trauer um Nelson Mandela

Der Kämpfer gegen die Apartheid, Friedensnobelpreisträger und erste schwarze Präsident Südafrikas ist am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben. Ban Ki Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, würdigte Mandela als "Giganten der Gerechtigkeit". Sein "selbstloser Kampf für menschliche Würde, Gleichberechtigung und Freiheit" sei eine Quelle der Inspiration für die ganze Welt gewesen. Mandela hatte wegen seines Kampfes gegen das rassistische System 27 Jahre lang im Gefängnis gesessen, davon 18 Jahre auf Robben Island. Von 1994 bis 1999 war Mandela der erste schwarze Präsident seines Heimatlandes.

Deutsche Welle berichtet vom Workshop

Bei unserem Postwachstums-Workshop „Die fetten Jahre sind vorbei!“ mit 25 jungen Erwachsenen im Dortmunder U war im November auch die Deutsche Welle dabei. In der Reportage heißt es: „Samstagmorgen, kurz nach 11 Uhr. Lisa hätte heute lange ausschlafen können. Stattdessen ist sie früh aufgestanden und mit dem Zug von Münster nach Dortmund gekommen. Auf einem Aufsteller vor der Eingangstür steht das Motto der Veranstaltung: "Die fetten Jahre sind vorbei". So richtig fette Jahre hatte Lisa noch nie:

 

Hier geht es weiter bei der Deutschen Welle.

 

Kontakt zum „Heisse Zeiten“ Kampagnenteam:

 

Cynthia Cichocki

Bildungsreferentin

Eine Welt Netz NRW

Kasernenstr. 6

40213 Düsseldorf

 

Tel. 02 11 – 60 09 -291

 

cynthia.cichocki@eine-welt-netz-nrw.de

Fair Trade in Kenia

Als erstes Sozialsiegel ist Fairtrade seit 8. Mai 2013 in Kenia vertreten. Ab jetzt können auch dort Kunden gesiegelte Produkte kaufen. Kenia ist somit eines von über 70 Ländern, in denen Fairtrade-Produkte verkauft werden, wovon weltweit über 1,2 Millionen Kleinbauern und Arbeiter profitieren, mehr als 700.000 davon in Afrika.

http://www.fairtrade.or.ke/

TransFair erhält Oswald von Nell-Breuning-Preis

„Der Oswald von Nell-Breuning-Preis der Stadt Trier 2013 bedeutet für TransFair und alle Akteure im Fairen Handel einen Ansporn, um auf Bewährtem aufzubauen und den anstehenden Herausforderungen mutig und mit Bedacht zu begegnen. Er wird dabei Plädoyer und Wegzeichen für den notwendigen langen Atem sein“, bedankte sich TransFair-Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs. Der mit 10.000 Euro dotierte Nell-Breuninig-Preis wird an Organisationen und Personen vergeben, welche die christlichen Grundprinzipien Gerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität in vorbildlicher Weise umsetzen.

Preiswürdiges Engagement von TransFair gewürdigt

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, würdigte als Laduatorin den unermüdlichen Einsatz von TransFair für gerechtere Handelsbeziehungen, das ganz im Sinne von Oswald von Nell-Breuning geprägter Soziallehre stehe. Auf der Basis der christlichen Grundprinzipien von Gerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität setze TransFair aktiv und in zeitgemäßer Form wichtige Akzente für einen nachhaltigen Konsum. 6.000 Euro wird TransFair für die direkte Produzentenunterstützung an die Produzentennetzwerke weiterreichen. Die übrigen 4.000 Euro fließt in die Erstellung eines Filmes über die die Arbeit und Wirkung von Fairtrade.

 

Mit der Auszeichnung findet sich TransFair in prominenter Gesellschaft: Bisherige Preisträger sind der ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Paul Kirchhof, der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, die Brüder Bundesminister a. D. Dr. Hans-Jochen und Ministerpräsident a. D. Professor Bernhard Vogel sowie 2011 der Sozialpolitiker und ehemalige Bundesminister Norbert Blüm. Der Namensgeber des Preises, der Jesuitenpater Oswald von Nell-Breuning, wurde 1890 in Trier geboren

 

Foto: Geschäftsführer Dieter Overath und Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs bei der Preisverleihung in Trier. Transfair-Foto: Ralf Lorig

Mali: Über 300.000 Menschen sind auf der Flucht

Im Januar 2013 beteiligt sich die Bundeswehr mit Transportflugzeugen am internationalen Militäreinsatz in Mali. Die beiden Maschinen vom Typ Transall bringen Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsunion Ecowas in die malische Hauptstadt Bamako. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte deutlich, dass Frankreich für sein durch die Vereinte Nationen und das Völkerrecht gedecktes Vorgehen gegen Islamisten in Mali "unsere volle politische Unterstützung" hat. "Und es geht darum, dass in Mali die Terroristen nicht die Oberhand über das gesamte Land erringen", sagte Merkel. "Wir selber werden uns an diesem Kampfeinsatz nicht beteiligen."

 

Die Vereinten Nationen (UN) gehen davon aus, dass mehr als 320.000 Menschen aufgrund der Unsicherheit und der gewalttätigen Auseinandersetzungen im Norden Malis geflohen sind. Dort hatten Tuareg-Gruppen und islamistische Kräfte die Wirren des Putsches im März 2012 genutzt, um gegen die malische Armee vorzurücken und weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen.

Das westafrikanische Mali befindet sich seit dem Putsch gegen den ehemaligen Präsidenten Amadou Toumani Touré im März 2012 in einer tiefen Krise. Es gibt zahlreiche Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Zudem wurden wichtige Kulturdenkmäler u.a. in Timbuktu zerstört.

 

Am 5. Juli 2012 hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bereits in Resolution 2056 (2012) die Zerstörung religiöser und historischer Gebäude verurteilt und alle Seiten in Mali aufgefordert, die verfassungsrechtliche Ordnung wieder herzustellen. Am 12. Oktober 2012 fasste der UN-Sicherheitsrat dann Resolution 2071. Danach soll das UN-Sekretariat Militär- und Sicherheitsberater bereitstellen, um ECOWAS und die Afrikanische Union bei der gemeinsamen Planung eines internationalen Truppeneinsatzes zu unterstützen.

 

Bundesaußenminister Guido Westerwelle bezeichnete die Stabilisierung von Mali als Frage "unserer eigenen Sicherheit". Vom Norden Malis aus müsse man nur eine Staatsgrenze bis zum Mittelmeer überwinden, so Westerwelle nach dem Gespräch mit Prodi. "Wenn der Norden Malis zerfällt, wenn dort Terroristenschulen entstehen, wenn ein sicherer Hafen gebaut werden kann für den Terrorismus der Welt, dann gefährdet das nicht nur Mali und die nordafrikanischen Staaten, sondern dann gefährdet es uns auch in Europa."

 

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert im Januar 2013, einen realistischen Plan dafür vorzulegen. "Denn die Islamisten werden ihre alte Taktik anwenden und sich schnell zurückziehen, um sich im Schutz von Bergmassiven und Höhlen neu zu formieren", sagt GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Offiziell stehen für Frankreich sicherheitspolitische Interessen im Vordergrund. Die französische Regierung begründet den Eingriff damit, dass sie frühzeitig verhindern will, dass die Rebellen in Westafrika zur Gefahr für Europa werden. "Frankreich fürchtet, dass Mali zu einem Rückzugs- und Ausbildungsraum für islamistische Terroristen wird, falls dort ein islamistischer Staat entsteht", sagt Katrin Sold von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

 

Außerdem sieht sich die ehemalige Kolonialmacht Frankreich offenbar dem Risiko ausgesetzt, Ziel terroristischer Anschläge zu werden. Seit 2010 halten beispielsweise radikale Islamisten vier französische Mitarbeiter des Energiekonzerns Areva in Mali gefangen. Und das Terrornetzwerk Al Kaida droht nun mit weiteren Entführungen und Anschlägen in Frankreich und auf die etwa 5000 französischen Staatsbürger in Mali.

 

"Langfristig hat Frankreich ein Interesse daran, Bodenschätze in der Sahelzone zu fördern, insbesondere Erdöl und Uran, das der französische Atomkonzern Areva im Nachbarland Niger bereits seit Jahrzehnten gewinnt", sagt Katrin Sold. Bis jedoch die Vorkommen in Mali erschlossen sind, wird viel Zeit vergehen - bei der gegenwärtigen Intervention stehen sicherheitspolitische Überlegungen darum im Vordergrund, sagte die Politikwissenschaftlerin zur Deutschen Welle. Ulrich Delius erinnert an Frankreichs Angriff auf Libyen vor knapp zwei Jahren: "In Sachen Libyen hatten natürlich viele Länder ein Interesse. Vor allen Dingen am Öl. In Sachen Mali ist es anders", sagt der Afrikaexperte: Hier verfolge in erster Linie Paris konkrete strategische Ziele.

 

Das Engagement in Mali ist für Frankreich eine Gratwanderung: Auf der einen Seite stehen die sicherheitspolitischen und auch wirtschaftlichen Interessen, auf der anderen besteht die Gefahr, als neokolonialistisch dazustehen. Immerhin: Bei diesem Einsatz hält sich Frankreich an ein im Dezember 2012 verabschiedetes UN-Mandat. Und: "Es gibt ein Verteidigungsabkommen zwischen Frankreich und Mali, das für genau solche Fälle geschrieben wurde", betont Alexander Stroh, wissenschaftlicher Mitarbeiter am German Institute of Global and Area Studies (GIGA). Frankreich erfüllt also eine Bitte der Regierung von Mali, um die Rebellen auf ihrem Marsch Richtung Hauptstadt zu stoppen.

 

Quellen: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Deutsche Welle

Nominierung für den Deutschen Engagementpreis

Ende Juni  gab es überraschende Post für unsere Kampagne Heiße Zeiten, beginnend mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch..“. Die Kampagne „Heiße Zeiten – Nimm die Zukunft in die Hand!“, die seit 2011 entwicklungspolitische Themen altersgerecht und methodenvielfältig für junge Menschen in NRW aufbereitet, wurde für diesen Preis vorgeschlagen. Insbesondere wird die „qualitativ hochwertige Einbindung von Kooperationspartnern“ in die Kampagne gelobt.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors, sowie von Experten und Wissenschaftlern.

Mehr zur Kampagne hier!

 
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