Vortrag und Präsentation einer Teilnehmenden auf der Bits & Bäume Konferenz NRW 2024
Vortrag auf der Bits & Bäume Konferenz 2024

Programm Bits & Bäume NRW 26

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Bits & Bäume NRW 26

Nachhaltige Digitalisierung in NRW gemeinsam gestalten

📅 5. – 6. März 2026 | 🏛️ Maker Space der Ruhr-Universität Bochum
🎟️ Teilnahme kostenfrei
(Anmeldung erforderlich)

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Workshop-Teilnehmende diskutieren auf der Bits & Bäume NRW Konferenz 2024
Workshop auf der Bits & Bäume Konferenz 2024

TAG 1: 5. März 2026

Nachhaltige Digitalisierung in NRW – Herausforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Verantwortung

 

Begrüßung

12 Uhr

Prof. Dr. Sigrid Kannengießer (Universität Münster), Sascha Ivan (Eine Welt Netz NRW), Prof. Dr. Tim A. Majchrzak (Center for Advanced Internet Studies)

Partizipativ in die digitale Zukunft: Nachhaltige Digitalisierung gemeinsam gestalten

12:30 – 13:15 Uhr

Dr. André Ullrich (Weizenbaum Institut)
Die digitale Transformation stellt Gesellschaft und Wissenschaft vor komplexe ökologische, soziale und demokratische Herausforderungen. Nachhaltige Digitalisierung erfordert daher eine gemeinsame Verantwortung, bei der technologische Innovation und gesellschaftliche Partizipation ineinandergreifen. Der Vortrag beleuchtet die Herausforderungen nachhaltiger Digitalisierung und zeigt, wie zivilgesellschaftliche Einbindung, interdisziplinäres Wissen sowie partizipative Ansätze dazu beitragen können, digitale Technologien ökologisch verantwortungsvoll, sozial gerecht und demokratisch legitimiert zu gestalten. Ziel ist es, Impulse für einen dialogischen Austausch zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu geben und Perspektiven für eine partizipativ gestaltete digitale Zukunft aufzuzeigen.

Vorstellung des Bits & Bäume NRW Forderungskataloges

13:15 – 13:45 Uhr

Dr. Anne Mollen (Universität Münster)
Landespolitik in der Verantwortung: Handlungsräume für eine nachhaltige Digitalisierung in NRW

/ Pause und Mittagsessen /

13:45 – 14:45 Uhr

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Workshops zu Forderungen des Katalogs

14:45 – 16:30 Uhr

  • Rechenzentren als digitale Infrastruktur in NRW nachhaltig gestalten

    Mit: Max Schulze, Sustainable Digital Infrastructure Alliance

    Die Entwicklung von Rechenzentrumsinfrastruktur in NRW wird zunehmend als Schlüssel für die digitale Transformation und damit von Wirtschaftsentwicklung diskutiert. Doch welchen Wertbeitrag liefert diese Infrastruktur wirklich, welche wirtschaftlichen Effekte sind real und wie können wir diese neue Infrastruktur sowohl umweltfreundlich, wirtschaftlich und sozialverträglich gestalten?

     

  • Souveränität, Offenheit und Nachhaltigkeit als zentrale Kriterien für die Arbeit mit Software, Daten und künstlicher Intelligenz

    Mit: Prof. Dr. Johannes Breuer und Dr. Marco Wähner, Center for Advanced Internet Studies

    Der Workshop bietet eine Einführung in Fragen der digitalen Souveränität sowie der Offenheit und Nachhaltigkeit in der Entwicklung und Nutzung von Software, Daten und künstlicher Intelligenz (KI) im öffentlichen Sektor. Die Ziele des Workshops sind a) das Schaffen eines Bewusstseins und Verständnisses für die Bedeutung von digitaler Souveränität, b) die Identifikation zentraler Herausforderungen und c) die Diskussion von positiven Beispielen und möglichen Lösungsansätzen. Bei der Identifikation von Herausforderungen geht es speziell auch um Pfadabhängigkeiten, die durch die Nutzung proprietärer Software oder kommerzieller Datenbieter entstehen können. Offene Infrastrukturen und offene Daten werden als mögliche Alternativen und strategische Auswege aus diesen Abhängigkeiten diskutiert, wobei auch für diese mögliche Limitationen und Herausforderungen in den Blick genommen werden; etwa im Hinblick auf Ressourcenaufwand und Nachhaltigkeit. Neben einer Einführung und kritischen Diskussion werden im Workshop Tools und Beispielprojekte vorgestellt, die einen Weg zu digitaler Souveränität in öffentlichen IT- und Dateninfrastrukturen ermöglichen bzw. aufzeigen können.

  • Dezentrale Utopien: Föderierte Soziale Medien als digitale Schutzräume – Strukturelle Grenzen von Öffentlichkeit, Moderation und Verantwortung

    Mit: Artur Solomonik, Center for Advanced Internet Studies

    Um sich von kommerzialisierten sozialen Plattformen zu entfernen, bieten föderierte soziale Netzwerke – das sogenannte Fediverse – innovative Strukturen für digitale Teilhabe. Über Jahre hinweg entstanden Communities, um Umbruchsituationen wie dem Leitungswechsel von Twitter zu X vorzubeugen. Diese Räume ermöglichen strukturelle Vorteile mit Blick auf die Transparenz von Algorithmen, Open Data und der Zukunft sozialer Medien: Die technische Integration von Instanzen ist unkompliziert, Inhaltsfeeds bleiben linear, und Moderationsentscheidungen folgen offenen und klaren Richtlinien.
    Mit zunehmender Skalierung treten jedoch bekannte Probleme zentralisierter Plattformen erneut auf. Die Administration kleiner Instanzen liegt oft in den Händen weniger Personen, die Moderation erfordert einen hohen und komplexen Arbeitsaufwand, und Serverkosten für eigene Plattformen sind nicht immer tragbar. Fragen nach Verantwortung, Schutz vor digitaler Gewalt und fairer Moderation bleiben damit ungelöst.
    In diesem Workshop fragen wir uns, welche Schlüsse sich aus dem föderierten Paradigma ziehen lassen und welche Anforderungen ein nachhaltiges, gerechtes digitales Miteinander hat. Dabei erarbeiten wir gemeinsam konkrete Problemlagen, Lösungsansätze und politische Forderungen.

  • Bildung & Wissenschaft nachhaltig digital gestalten: Von souveränen digitalen Infrastrukturen bis innovativen Curricula

    Mit: Prof. Dr. Sigrid Kannengießer, Universität Münster und Sascha Ivan, Eine Welt Netz NRW

    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen dient uns als Orientierungsrahmen, um nachhaltige Digitalisierung als Querschnittsaufgabe und Themenfeld in Schule und Hochschule zu verankern. Wie kann nachhaltige Digitalisierung als Thema in den Unterricht an Schulen und die Curricula in Studiengängen integriert werden?

    Welches Wissen und welche Handlungskompetenzen müssen Schüler*innen, Studierende, aber auch Lehrende bzgl. einer nachhaltigen Nutzung digitaler Technologien und Künstlischer Intelligenz erwerben? Wie können digitale Infrastrukturen in Bildung und Wissenschaft nachhaltiger gestaltet werden? Und wo muss Bildungs- und Wissenschaftspolitik in NRW ansetzen, um diese und ähnliche Fragen im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung von Digitalisierung positiv zu beantworten? Solche und ähnliche Fragen diskutieren wir in dem interaktiven Workshop, der sich mit der Relevanz nachhaltiger Digitalisierung in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik auseinandersetzt.

Podiumsdiskussion

17:00 – 18:30 Uhr

Mit: Julia Eisentraut (Bündnis 90/Grüne), Dr. André Ullrich (Weizenbaum Institut), N.N., Wikimedia Deutschland e.V., Dr. Anne Mollen (Moderation)
Zwischen Tech-Abhängigkeit und Gemeinwohl: Wie gelingt nachhaltige Digitalisierung in NRW?

Vernetzung

ab 19:00 Uhr

bei Fingerfood und Musik

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Gruppenarbeit der Workshop-Teilnehmenden auf der Bits & Bäume NRW Konferenz 2024
Erarbeitung von Workshop-Ergebnissen auf der Bits & Bäume NRW Konferenz 2024

TAG 2: 6. März 2026

Nachhaltige Digitalisierung in NRW gestalten

Begrüßung

9:00 – 9:15 Uhr

Prof. Dr. Sigrid Kannengießer (Universität Münster), Sascha Ivan (Eine Welt Netz NRW), Dr. Josephine B. Schmitt (Center for Advanced Internet Studies)

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Impulsvortrag: Die gerechte Gestaltung digitaler Infrastrukturen als zentrale Herausforderung der Bits & Bäume Bewegung

09:15 – 10:00 Uhr

Dr. Friederike Rohde (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Berlin Ethics Lab)

Der umfangreiche Ausbau digitaler Infrastrukturen, u.a. durch die zunehmende Verbreitung KI-basierter Technologien, verschärft bestehende Ungleichheiten: Ressourcenverbrauch, Umweltbelastungen und Risiken werden global ungleich verteilt, während Nutzen und Macht konzentriert bleiben. Die Frage ist daher nicht mehr, ob digitale Infrastrukturen materiell sind, sondern wie gerecht sie gestaltet werden. Diese Keynote argumentiert, dass Gerechtigkeit zur politischen Kernfrage der digitalen Transformation wird: Wer entscheidet über Standort, Nutzung und Zweck von digitalen Infrastrukturen? Wer trägt die Lasten, wer profitiert? Und wessen Stimmen zählen? Gerade hier kommt der Bits & Bäume Bewegung eine Schlüsselrolle zu: als zivilgesellschaftlicher Akteurin, die Infrastrukturen sichtbar macht, Konflikte politisiert und digitale Gemeingüter einfordert – für eine sozial-ökologische Digitalisierung.

Speed-Dating

10:00 – 10:20 Uhr

Wer engagiert sich wie und wo für nachhaltige Digitalisierung in NRW?

1. Arbeitsphase: Gemeinsam ins Handeln kommen

10:30 – 11:15 Uhr

Wie können wir nachhaltige Digitalisierung konkret voranbringen – und was brauchen wir dafür voneinander. In dieser Arbeitsphase kommen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik zusammen, um genau darüber ins Gespräch zu kommen.

Zunächst arbeiten die Teilnehmenden innerhalb ihrer jeweiligen Akteur*innengruppe. Dort tauschen sie sich über ihre Erfahrungen im Engagement für nachhaltige Digitalisierung aus und klären,

  • was sie aktuell tun,

  • welches Angebot sie anderen Akteur*innengruppen für eine Zusammenarbeit machen können

  • und was sie sich von anderen wünschen, um gemeinsam handlungsfähig zu werden.

Die Phase hilft dabei, die eigene Rolle zu schärfen, gemeinsame Anknüpfungspunkte sichtbar zu machen und den Grundstein für neue Kooperationen zu legen.

 

/ Pause und Gruppenwechsel /

11:15 – 11:45 Uhr

2. Arbeitsphase: Gemeinsam ins Handeln kommen

11:45 – 12:45 Uhr

Aufbauend auf den Ergebnissen aus Phase 1 bringen die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse in neue Konstellationen ein und entwickeln erste Ideen für konkrete Zusammenarbeit: Welche Themen, Formate oder Projekte eignen sich, um nachhaltige Digitalisierung gemeinsam voranzubringen? Wo liegen gemeinsame Interessen, wo ergänzen sich Kompetenzen?
Die Phase lädt zum offenen Brainstorming ein und macht sichtbar, was wir gemeinsam tun können.

/ Pause und Mittagessen /

12:45 – 13:45 Uhr

3. Arbeitsphase: Vom Austausch zur Umsetzung

13:45 – 15:15 Uhr

Jetzt wird es konkret: In dieser dritten Workshopphase bringen die Teilnehmenden ausgewählte Ideen in die konkrete Umsetzung. Im Rahmen eines Barcamps entwickeln die Teilnehmenden Ideen und Projektansätze aus der vorhergehenden Phase weiter und klären, wie eine Zusammenarbeit über Akteur*innengrenzen hinweg konkret und tragfähig gestaltet werden kann.
Die Phase sieht bewusst Raum für Eigeninitiative, Vernetzung und Experimentieren vor, damit aus Ideen handlungsfähige Vorhaben werden und wir nachhaltige Digitalisierung in NRW – und darüber hinaus – voranbringen können.

/ Pause /

15:15 – 15:30 Uhr

Abschlussplenum

15:30 – 16:00 Uhr

Fazit und Ausblick zur Bits & Bäume NRW 2026

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