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Flucht, Migration und Entwicklung

Copyright: UNHCR/Brian Sokol

Warum fliehen Menschen aus ihrer Heimat? Was hat das mit einer fortschreitenden Globalisierung zu tun, die auch durch einen stetig wachsenden Personen- und Warenverkehr sowie einen nie dagewesenen Informationsfluss gekennzeichnet ist? Wer profitiert zurzeit davon und wer nicht? Welche Rolle spielen globale Verflechtungen in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dabei? Was hat all dies mit einem halben Jahrtausend transatlantischer Geschichte zu tun?

Anhand von Artikeln, Interviews, Info- und Bildungsmaterialien sowie Veranstaltungshinweisen wollen wir dazu beitragen, das vielschichtige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Hier finden Sie unser Archiv mit Berichten und Dokumenten zu Flucht, Migration und Entwicklung.

Hier ist unsere Ausstellung zu Flucht:"Schwarz ist der Ozean" zu finden.

Prototyp Haiti

Verschuldungspolitk als Weiterführung kolonialer Ausbeutungspraktiken

(...) Was aber Haiti endgültig den Todesstoß versetzte, war die 1825 durch Frankreich erhobene Forderung nach Entschädigungszahlungen für den Verlust der Kolonie einschließlich des „menschlichen Besitzes“. Dem jungen Staat wurde eine Schuldenlast von 150 Millionen Goldfrancs auferlegt – ein Betrag, der das 300-fache des haitianischen Staatshaushalts betrug. Je nach Quelle wurde diese Summe zwar offiziell reduziert, aber in den meisten Fällen ist davon zu lesen, dass Haiti diese „Schulden“ erst 125 Jahre später ... beglichen hatte. Ironischerweise musste Haiti bei französischen Banken Kredite aufnehmen, um die als Schulden bezeichnete „Entwicklungshilfe“ für Frankreich einschließlich der anfallenden Zinsen begleichen zu können. (...)

Beitrag

"Der Kaiser rockt!"?

Der Dekolonisierungsprozess und seine Herausforderungen

Wenn wir sicher Geglaubtes, Bekanntes und Vertrautes überdenken müssen, tun es sich viele von uns schwer. Das ist erst mal nichts Außergewöhnliches. Wir könnten es sogar als eine Art Überlebensstrategie bezeichnen. Nicht unbedingt im engsten Sinne des Wortes, sondern eher als ein Versuch, das eigene Sein und das Sein des gesellschaftlichen Kollektivs, zu dem man*frau sich zählt, in Zeiten sich wandelnder Diskurse abzusichern gegen Neuerungen, die ja zumindest potentiell auch Bedrohungen für den bisherigen Status quo bedeuten können. (...)

Beitrag

Versklavung, Kolonialismus, globale Ungleichheit

Transatlantische Umverteilungsgeschichte in vier Gemälden

Die Befassung mit der transatlantischen Umverteilungsgeschichte, die heutige globale Ungleichheitsphänomene erklärbarer machen kann, steckt noch immer in ihren Kinderschuhen. Um ein breiteres Bewusstsein für diese Geschichte zu schaffen, kann Kunst ein wichtiges Medium sein. Die vier Gemälde, die Naseer Alshabani auf Leinwand gebracht hat, setzen hier an.

Transatlantische Umverteilungsgeschichte in vier Gemälden

Warum wir (fast) alle von der Überwindung kolonialer Kontinuitäten profitieren

Das koloniale Erbe prägt die Welt bis heute. Eine ökonomische Dynamik, die im Kolonialismus einsetzte und durch die Reichtum zunehmend in den Händen weniger konzentriert wird, breitet sich immer weiter aus und vertieft nicht „nur“ Ungleichheit zwischen reichen und armen Weltgegenden, sondern auch zunehmend innerhalb unserer Gesellschaft selbst.

  1. Warum hält sich dieses Erbe so hartnäckig?
  2. Warum sollte es zunehmend im allgemeinen Interesse überwunden werden?
  3. Was können wir dazu beitragen?

Beitrag

Kolonialismus in der Bildungsarbeit

Anregungen für den Umgang mit einem komplexen Thema

Seit einigen Jahren ist die Befassung mit dem deutschen Kolonialismus auf dem Vormarsch – auch in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Auch wenn es noch viel zu tun gibt, damit das Thema einen seiner Bedeutung angemessenen Platz beispielsweise im Geschichtsunterricht bekommt, so ist die Tendenz durchaus positiv. Noch hängt es aber meistens vom guten Willen einzelner Lehrkräfte und anderer Bildungsakteur*innen ab, ob der Kolonialismus und andere Teile der transatlantischen Umverteilungsgeschichte zumindest ansatzweise Erwähnung finden. Die Publikation gibt Anregunen für einen ganzheitlicheren Umgang mit dem Thema.

Broschüre

COP28

Warum Klimagerechtigkeit trotz aller Erfolge weiterhin kleingeschrieben wird

„Das Beste kommt zum… Anfang!“ So könnte der Weltklimagipfel Ende 2023 mit Blick auf Klima-gerechtigkeit zusammengefasst werden – zumindest, wenn wir uns für einen Moment einreden, dass der Fonds zum Ausgleich klimabedingter Verluste und Schäden im Globalen Süden ausschließlich positiv zu werten ist. Klar, er ist ein Teilerfolg aus Sicht der Länder des Globalen Südens, die so etwas seit drei Jahrzehnten gefordert hatten. Kurzfristig kann er sicherlich punktuell zu einer temporären Entlastung in vom Klimawandel betroffenen Gebieten führen. Langfristig zementiert er ungleiche Rollenzuschreibungen.(...)

Beitrag

Bildbetrachtung

"Geburtsfehler"

Das Bild "Geburtsfehler", das Naseer Alshabani auf Leinwand gebracht hat, zeigt die Umstände, unter denen sich Freiheits- und Gleichheitsideen im Entstehen begriffenen "Westen" entwickeln konnten. Zentral ist der transatlantische Versklavungshandel. (...) Das Bild ist Teil einer Reihe. Die anderen Werke / geschichtliche Infos finden sich hier. Eine Publikation zur ganzen Bilder-Reihe ist in Planung.

Bildbetrachtung

Gedenken zu kurz gedacht?

Kolonialismus in der Erinnerung

Wenn wir uns (...) mit unserer Geschichte befassen, sollten wir wissen, dass dieses „Wir“ ein dynamischer Begriff ist. Die Antwort auf die Frage, wer als integraler Bestandteil von diesem „Wir“ betrachtet wird und wer nicht, ändert sich ständig (...). In einer Erinnerungskultur und -politik, die dem dynamischen „Wir“ gerecht werden will, sollte öffentliches Gedenken dazu geeignet sein, das jeweils aktuelle „Wir“ in seiner Gänze abzuholen und ihm Identifizierungsmöglichkeiten zu geben. (...) Das stark phänotypisch motivierte „Wir“ von gestern muss sich dynamisch in Richtung eines „Wir“ bewegen, in dem andere Kategorien zunehmend bestimmend sind – denn sonst geht Erinnerungspolitik an immer größeren Teilen der Bevölkerung vorbei und verursacht Widerstände, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden können.(...)

Beitrag

Wenn das Selbstverständliche infrage gestellt wird

Warum Safer Spaces zur Überwindung kolonialer Kontinuitäten nötig sind

Die letzten Jahre hat es im Bereich der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit und den damit verbundenen Folgen für die Gegenwart viele Fortschritte gegeben. Ob beispielsweise öffentliche Abendveranstaltungen, die Behandlung im Schulunterricht oder aber auch im Kontext von Museen: Immer öfters spielt der Themenkomplex eine Rolle. (...) Ein Blick auf die Geschichte (...) zeigt: Oft sind geschützte Räume, Safer Spaces nötig (...). Was darin erarbeitet wird, dient nicht zuletzt dazu, alternative Vorschläge zum Status quo aus einer spezifischen Perspektive auszuarbeiten und in einem nächsten Schritt in die Gesellschaft zu tragen. Letzteres ist Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Dialog, der den Anfang eines Wandels markieren kann.

Beitrag

23. August: Internationaler Tag der Erinnerung an den Versklavungshandel und dessen Abschaffung

Ein Blick auf die Geschichte genügt, um zu sehen, dass kein Ausbeutungssystem ewig Bestand hat. So wie heute vor 232 Jahren die Versklavten der damaligen französischen Kolonie Saint Domingue (seit 1804 Haiti) am 23. August einen Aufstand für „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ starteten, so erheben sich auch heute Menschen, die nicht akzeptieren, dass Wohlstand und Perspektiven der Wenigen auf einer wachsenden Ausbeutung der Vielen fußen. Klar: Die vielfach subtileren Formen von Ausbeutung heute in all ihren Abstufungen dürfen nicht mit der transatlantischen Versklavungsökonomie, die letztlich erst ein Jahrhundert nach dem Aufstand von Saint Domingue überwunden worden ist, gleichgestellt werden. Dennoch: Einst scheiterten „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ an der realen ökonomischen Situation. (...)

Beitrag

Mali, Burkina Faso, Niger...

Zeitenwende in Westafrika?

Auf Ereignisse in Afrika schauen wir in sogenannten Globale Norden - wenn überhaupt - nur kurz. Die potentielle Tragweite dessen, was seit Februar letzten Jahres in den Staaten Mali, Burkina Faso und Niger passiert ist, ist allerdings kaum zu unterschätzen - auch und gerade für uns Europäer*innen (...)

Einschätzung von Serge Palasie

William Adjété Wilson - L´Océan Noir

Ein afropäischer Blick auf atlantische Geschichte

Anlässlich der European Conference on African Studies - African Futures 2023 macht die aus Stoff-Applikationen gefertigte Ausstellung "L´Océan Noir" Station in Köln. Sie befasst sich mit Entwurzelung und Identität, Versklavung und Kolonialismus sowie mit Widerstand und Empowerment. Folgende Broschüre gibt einen Einblick in das Werk des Künstlers.

L´Océan Noir (Informationen zum Künstler William Adjété Wilson und der Ausstellung)

Decolonize "Decolonize Hype"

(...) Trotz all dieser Fortschritte sollten wir aber nicht die kolonialen Kontinuitäten im „Decolonize-Hype“ übersehen. Allein die Frage, wer bestimmt, was zu dekolonisieren ist und was nicht, welche Kritik angenommen wird und welche nicht, welche Begriffe als kolonial-rassistisch geprägt anerkannt werden und welche nicht oder wie lange das „Projekt Dekolonisierung“ zu gehen hat - das alles wird unterdem Strich noch viel zu oft von der weißen Dominanzgesellschaft bestimmt. An der historisch gewachsenen Deutungshoheit wollen die wenigsten ernsthaft rütteln. Und indem man*frau sich den Dekolonisierungsdiskurs aneignet, kann beeinflusst werden, wie der Prozess gestaltet wird. (...)

Beitrag

8. Mai 1945 - Europas vergessene Befreier

Filmabend in Bielefeld

Seit 1945 herrschte in Europa weitestgehend Frieden. Dass sich unsere Art zu leben, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nach 1945 durchsetzen konnte, verdanken wir nicht nur den damaligen Siegermächten. Rohstoffe und teils zwangsrekrutierte Soldaten aus den Kolonien leisteten auch einen wichtigen Beitrag zum Sieg über Nationalsozialismus und Faschismus.

Flyer

 

 

Der vermessene Mensch

NRW-Filmpremiere am 15. März in Köln fand statt

350 Besucher*innen folgten der Einladung von Heinrich-Böll-Stiftung, Eine Welt Netz NRW und Sudio Canal. Nach begrüßenden Worten des Bürgermeisters der Stadt Köln Andreas Wolter und dem Produzenten Thomas Kufus wurde der Film, der auf der Berlinale bereits im Februar Weltpremiere hatte, im "Cinenova" gezeigt. Im Anschluss kamen auf dem von Serge Palasie (Eine Welt Netz NRW) moderierten Podium neben dem Regisseur Lars Kraume und Hauptdarstellerin Girley Charlene Jazama auch Joanna Peprah von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) und Dr. Medardus Brehl von der Ruhr-Universität Bochum zu Wort. Unter anderem gingen sie alle in ihrem Abschluss-Statemet auf folgende Frage ein: "Wie vermessen sind wir heute noch?" Unser Blick auf den Globalen Süden, verbreiteter Rassismus, einige entwicklungs-, wirtschafts- oder migrationspolitische Praktiken zeigen: Es ist - trotz aller Fortschritte - noch viel zu tun, da herrschte Einigkeit. Der Film kann einen nötigen Diskurs ausweiten. Kinostart: 23. März 2023. (Bild urheberrechlich geschützt)

Trailer

Jetzt Burkina Faso

Nach Mali verlassen französische Truppen ein weiteres Land Westafrikas

Nachdem sich Frankreich schon im letzten Sommer aus Mali aufgrund schwindender Akzeptanz zurückziehen musste, kündigte nun Burkina Faso das Abkommen, in dem die Stationierung französischer Soldat*innen geregelt war. Eine große Angst in Europa ist nun, dass sich das Land - wie etwa auch schon Mali zuvor - stärker Russland zuwendet. Entsprechende Äußerungen und Kontaktanbahnungen bestätigen eine Annäherung zwischen beiden Staaten. Neu ist eine Annäherung Burkina Fasos (und anderer Staaten Afrikas) an Moskau nicht (...)

Beitrag

Benin-Bronzen

Rückgabe als erster kleiner Schritt

Ob der französische Präsident Emmanuel Macron 2017 ahnte, welchen Stein er mit seiner Rede an der Universität von Ouagadougou (Burkina Faso) ins Rollen bringen würde? Damals verkündete er die Absicht Raubgüter aus der Kolonialzeit in Frankreichs Museen so schnell wie möglich an die Nachfahren der Bestohlenen zurückzugeben. (...) Fünf Jahre nach Macrons Initiative reisten nun Außenministerin Annalena Baerbock und die Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth nach Nigeria, um einen Teil der sogenannten Benin-Bronzen aus deutschen Museen zurückzugeben.

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Rassistische Gewalt

Sicherheitskräfte im Farbgefängnis gefangen?

(...) Damit es klar ist: Rassismus ist ein Erbe des Kolonialismus und kostet auch heute noch Menschenleben. Jüngst ging der Fall des 16-jährigen Senegalesen Mouhamed Lamine Dramé durch die Medien, der am 8. August 2022 in Anwesenheit von 12 (!) Polizist*innen scheinbar nicht anders überwältigt werden konnte, als durch tödliche Schüsse. Entweder hatten alle beteiligten Gesetzeshüter*innen eine grottenschlechte Ausbildung genossen oder sie scheinen die Verhältnismäßigkeit der Mittel bei Einsätzen variabel – und zulasten nicht-weißer Menschen – auszulegen. Dass dies kein Einzelfall ist, ist die traurige Wahrheit.(...)

Beitrag

Dekolonisierung der Eine Welt-Arbeit

Workshop mit MdB Dr. Karamba Diaby

Gleich zu Beginn betonte Dr. Karamba Diaby – Mitglied des deutschen Bundestags und unter anderem im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aktiv – die Notwendigkeit einer de facto existierenden Augenhöhe in der Zusammenarbeit Deutschlands mit Ländern des sogenannten Globalen Südens. Das bedeute in Bezug auf die konkrete Kooperation, dass der Globale Süden etwa bei der Umsetzung von Projekten in allen Phasen – beginnend mit der Konzeption – beteiligt ist. Für eine kohärente deutsche Entwicklungspolitik sei auch die Kohärenz zwischen den einzelnen Ressorts zentral. Die Agenda 2030 und die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) müssten von allen ernstgenommen werden. (...)

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Koloniale Wurzeln der Kaffeeproduktion

Vom luxuriösen Genussmittel zum Wachmacher der Massen

Kaum ein Produkt aus dem Globalen Süden veranschaulicht den unfairen globalen Handel so sehr wie Kaffee. Als wichtigstes fair gehandeltes Produkt in Deutschland beträgt sein Marktanteil fünf Prozent. Aber wenn fair gehandelter Kaffee einen Marktanteil von fünf Prozent hat, dann heißt das im Umkehrschluss, dass 95 Prozent nicht fair gehandelt sind. Wie kann das sein? Um das zu verstehen, müssen wir mal wieder zurück zu Kolumbus und Co. (...)

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Runter vom hohen Ross

Überlegungen zum Tag des offenen Denkmals

Jeden zweiten Sonntag im September findet der Tag des offenen Denkmals statt. Eingebettet ist das Ganze in die European Heritage Days. Grundsätzlich eine gute Sache. Denn wenn wir uns damit befassen, woher wir kommen, wissen wir auch eher, wohin unser weiterer Weg führen kann. Und Geschichte in Form dicker Bücher ist nicht für alle etwas. Da ist das Erleben von Geschichte durch Besichtigung von Denkmälern – am besten zusammen mit einer kleinen Einführung dazu – eine einfache Art Wissen zu erwerben. Problematisch wird es dann, wenn Denkmäler zum Beispiel unkritisch Personen gedenken, die für Krieg, Kolonialismus, Rassismus oder dergleichen verantwortlich waren.(...)

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Melilla

Unverblümte Zweiklassen-Solidarität einmal mehr bestätigt

Die letzten Tage müssen wir die Bilder aus dem spanisch-marokkanischen Grenzgebiet rund um das spanische Territorium Melilla ertragen, wo Geflüchtete beim Versuch über Grenzzäune in die EU zu gelangen, der Gewalt der marokkanischen Sicherheitskräfte ausgesetzt waren bzw. noch immer sind. Je nach Quelle starben dabei bisher fast 40 Menschen. Die „Türsteher“ Europas haben im traurigen Sinne des Wortes ganze Arbeit geleistet. Dabei haben wir die letzten Monate ja alle sehen dürfen, dass es auch anders geht...

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SELEKTdarisch Herausforderungen meistern!?

Lehrstück Ukraine

Wie unbürkratisch Willkommenskultur aussehen kann, erleben wir gerade jetzt. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind Millionen Ukrainer*innen auf der Flucht. Viele von ihnen verlassen dabei ihr Heimatland. Die EU hindert diese Menschen nicht daran die EU-Außengrenzen zu überschreiten. Sowohl offizielle Strukturen als auch unzählige Bürger*innen – auch bei uns in Deutschland – tun viel, dass diese Menschen schnellstmöglich wieder ein gewisses Maß an Normalität erfahren können. Dazu gehört das unbürokratische Ausstellen von Aufenthaltspapieren genauso wie das Ermöglichen eines Zugangs zu Wohnraum, Arbeit oder Bildung. All das gönne ich diesen Menschen unbedingt. Wenn das nur immer so wäre (...)

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Nun auch Mali

Das Ende des Militäreinsatzes

Nur wenige Monate nach dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan endet nun auch der von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich 2013 begonnene Einsatz in Mali. Was als Kampf gegen den islamistischen Terrorismus in der Region startete, entwickelte sich für die Bundeswehr zum größten Auslandseinsatz überhaupt. Nach dem vorangegangenen Putsch, der die territoriale Integrität Malis bedrohte, begrüßten breite Teile der Bevölkerung das Engagement des Westens. Das ist nun vorbei. (...)

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Echtzeitpartizipation

Migrantisch-Diasporische Organisationen angemessen berücksichtigen

Die SDGs wollen unter dem Strich Ungleichheiten in und zwischen Staaten verringen. Damit die entwicklungspolitische Szene als Ganzes glaubwürdig bleiben kann, gilt es auch, innerhalb der eigenen Struktur die Hausaufgaben zu machen.

Beitrag

Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit

Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne?

Die deutsche Kolonialzeit ist bis heute in mehrfacher Hinsicht relevant – so beispielsweise im Bereich globaler wirtschaftlicher Beziehungsgeflechte, beim Thema Flucht und Migration, oder wenn es um Rassismus und Identität in Deutschland geht. Selbst der menschengemachte Klimawandel bzw. die damit verbundene Klimaungerechtigkeit muss hier aufgezählt werden. Diese Ausstellung blickt in die Vergangenheit, damit wir die Gegenwart besser verstehen und für die Zukunft lernen. Es geht hier also nicht so sehr um geschichtliche Details, sondern um den langen Schatten, den eine vermeintlich abgeschlossene Geschichte wirft. Fokus: Afrika. Mit Bildern von Naseer Alshabani.

Ausstellung

Begleitheft

24-seitige Broschüre mit Hintergrundinfos und Beiträgen

Virtuelle Premiere bei der Eine Welt-Landeskonferenz

Junge Diaspora als Change Maker

Aktiv gegen inner- und zwischengesellschaftliche Ungleichheiten

Vorliegender Beitrag skizziert zur besseren Einordnung des Themas zunächst aktuelle demografische Entwicklungen und geschichtlich relevante Hintergründe, bevor die wachsende Rolle junger Menschen in Afrika und der afrikanischen Diaspora im Kampf gegen eine nach wie vor bestehende strukturelle Benachteiligung Afrikas und Menschen afrikanischer Herkunft betrachtet wird. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Bereiche mit konkreten Bezügen zum afrikanischen Kontinent.

Beitrag (PDF)

Dossiers zu Flucht und Migration

Infos von der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine Welt Netz NRW @ 2024
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