Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
Ein vergessenes Kapitel der Geschichte zeigte die vom Promoter für Eine Welt-Engagement in der Migrationsgesellschaft Marcos da Costa Melo kuratierte Ausstellung „ Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in der Stadtbücherei Hagen. Sie korrigiert die eurozentrische Geschichtsschreibung mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, denn bereits seit 1935 führte die faschistische Regierung Mussolinis mit rund 300.000 Soldaten aus Italien, Libyen, Eritrea und Somaliland einen Vernichtungskrieg gegen Äthiopien.
Die Kolonialmächte England und Frankreich setzten während des Zweiten Weltkriegs mehrere Millionen Soldaten aus Afrika und Indien ein, die entscheidend zum Sieg beitrugen. Hunderttausende Frauen aus China und Korea wurden Opfer sexualisierter Gewalt. Die Ausstellung von Recherche International Köln arbeitet mit Bildtafeln, Landkarten, Kurzvideos und Audiostationen.
An der Eröffnung mit dem senegalesischen Historiker und Aktivisten Cheikh Djibril Kane und Serge Palasie, Fachpromotor Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Fokus Afrika, nahmen über 35 Gäste teil, so auch Bürgermeisterin Karin Köppen. Zahlreiche Schulklassen besuchten die Ausstellung, die die Hagener Regionalpromotorin Claudia Eckhoff zusammen mit dem AllerWeltHaus, dem Europa-Büro Hagen, dem Hagener Heimatbund und der VHS Hagen in Kooperation mit FUgE Hamm nach Hagen holte.
Marcos da Costa Melo, Promoter für Eine Welt-Engagement in der Migrationsgesellschaft, FUgE Hamm, dacostamelo@fuge-hamm.de
Foto: Paula Eckhoff









