Am 10. März waren Hammer Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich aktiv an einer neuen Methode der Bildungsarbeit in den Räumlichkeiten vom Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) zu beteiligen. Nicht durch Vorträge, sondern durch die Betrachtung von vier Gemälden des irakischen Künstlers Naseer Al Shabani kamen die Teilnehmenden mit dem Künstler sowie den drei anwesenden Eine Welt-Promotoren Bunmi Bolaji, Marcos da Costa Melo und Serge Palasie ins Gespräch.

Dabei lag der Ball immer erst einmal im Spielfeld des Publikums. Was ist auf den Bildern zu sehen? Welche Themen werden behandelt? So wurde Bild für Bild schrittweise entschlüsselt und Themen wie koloniale Kontinuitäten im Bereich der Weltwirtschaft, Raubgüter in Museen, Rassismus und Identität oder aber auch eine immer restriktivere Asyl- und Migrationspolitik behandelt.

Die positiven Rückmeldungen aus dem Publikum bestätigen: Ein Austausch zu komplexen Themen funktioniert sehr gut über Gemälde und bietet eine Möglichkeit, Menschen niedrigschwellig zu erreichen. Die Gemälde entstanden im Rahmen eines Projekts des Eine Welt Netz NRW.

Serge Palasie, Fachpromotor Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Fokus Afrika, Eine Welt Netz NRW, serge.palasie@eine-welt-netz-nrw.de

Foto: Marcos da Costa Melo