Die Fachpromotorin für kulturelle Vielfalt und Entwicklung, Christine Link, organisierte vier Zweitzeugenveranstaltungen zu Globalem Lernen und Demokratieförderung. Im Mittelpunkt stand die Vermittlung der Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden Ruth Weiss durch den Zweitzeugen Lutz Kliche. Weit über 350 Schüler*innen verschiedener Schulformen wurden erreicht und zur aktiven Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus sowie globaler Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung angeregt. Durch die authentischen Erzählungen, Lesungen aus den Werken von Ruth Weiss sowie Einblicke in persönliche Gespräche mit ihr, wurde Geschichte für die Teilnehmenden greifbar und die Reflexion aktueller globaler Herausforderungen erfahrbar.

Die Themen Flucht, Ausgrenzung, Zivilcourage und Menschenrechte führten zu Gesprächen über Demokratie, Teilhabe und Verantwortung in einer global vernetzten Welt. Die Schulen lobten die dialogische Gestaltung, die Lebensnähe sowie die nachhaltige Wirkung der Begegnungen. Der Geschichtsunterricht wurde sinnvoll ergänzt und das Bewusstsein für demokratische Werte, Respekt und Vielfalt gestärkt, ein Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (SDG 4, 7 und 16) geleistet.

Christine Link, Fachpromotorin für kulturelle Vielfalt und Entwicklung, EXILE-Kulturkoordination, christine.link@exile-ev.de

Foto: Gesa Sebbel